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Donnerstag, 30. Juli 2009
Mittwoch, 29. Juli 2009
Zusammenfassung Tag 5
Von Sestriere (I) nach Abries (F) - wir kommen langsam durcheinander, wann wir in F oder I sind und sprechen einen entsprechenden Kauderwelsch. ;-)
Lockeres Einradeln durch das zauberhafte Tal von Argentiera, das offensichtlich zu den beliebteren Naherholungsgebieten der Turiner zählt.
Am Ende des Tals haben wir Schwierigkeiten, den richtigen Pfad nach F zu finden. Eine Truppe ital. Pfadfinder (nannten sich selbst Boy Scouts, obwohl die Hälfte aus Mädchen bestand), deren cooles Lager mit in den Bäume errichteten Zeltkonstruktionen wir schon auf dem Weg bewundert hatten, konnte uns dann auf den richtigen Weg lotsen.
Über gut 650 Hm hieß es dann, die Bikes über den schmalen und häufig sehr steilen Wanderpfad Nr. 611 gen Colle Mayt zu schieben und auf den letzten 300 Hm vielfach auch zu tragen. Gut 1:45 haben wir bis zum Pass benötigt - da fragt man sich schon mal: warum tust du dir das an?...
Aber dann oben auf dem Colle Mayt totale Befriedigung. Der Blick zurück auf die ital. Seite, der Blick nach vorn nach Frankreich. Wir genießen den Moment in einer windgeschützten Senke.
Der Weg nach unten verliert sich trotz GPS-Daten irgendwann auf weiten Bergwiesen. Der eigentliche Wanderweg ist nicht mehr zu erkennen. Wir improvisieren, schlagen uns querfeldein zu einer Hütte durch und finden von dort auch zurück auf die Straße, die uns in unseren Zielort Abries führt.
Abries entpuppt sich zu unserer Überraschung als sehr charmanter frz. Ort. Unser Hotel Chalet de Lanza kann man getrost als Geheimtipp bezeichnen: topp Zimmer, netter Service, gutes Essen.
Zusammenfassung Tag 4
Wieder super Wetter, Königsetappe mit 2500 Hm auf 54 km Gesamtlänge (höchste Höhenmeterleistung dieser und unserer bisherigen Touren), grandiose Aussichten von der Assietta Kammstraße und ein Hotel ganz für uns alleine. Keine Stürze. Bergfest.
Kritischter Moment des Tages: unsere Ankunft auf der Alpe de Arguel (1961 m). Nach ca. 1450 Hm Auffahrt kamen wir recht ausgehungert und in Erwartung einer prima Berghütte und entsprechender Verpflegungsmöglichkeiten an. Statt regem Treiben ein ärmlicher Berghof mit Käserei. Der Bauer verteilte gerade vor dem Haus die Gülle. Zu Essen gab es dann vom hausgemachten Bergkäse und aus den total vertrockneten privaten Weißbrotvorräten (Kaliber Entenfutter). Erwähnen soll ich noch das Pferd und die div., aus meiner Sicht verlaust wirkenden Hunde und natürlich die kleine Katze.
P.S. Sorry für den verspäteten Eintrag, aber Sestriere war ein einziges Handy-Funkloch.











